SALOMED • WISSENSCHAFT • ERFAHRUNG

Ist SALOMED wissenschaftlich? Was die Methode leisten kann

SALOMED verbindet medizinische Laborwerte mit einer individuellen Ernährungsphase und der langjährigen ernährungsmedizinischen Erfahrung von Dr. med. Stephan Schimpf. Die Methode ist nicht wissenschaftlich validiert. Sie verfolgt jedoch bewusst eine andere Fragestellung als ein standardisierter medizinischer Belastungstest.

Wissenschaft und Erfahrung bei der SALOMED-Methode
Die kurze Antwort

Ist die SALOMED-Methode wissenschaftlich validiert?

Nein. Für SALOMED liegt derzeit keine kontrollierte wissenschaftliche Studie vor, die die Methode als Ganzes validiert oder ihre Überlegenheit gegenüber anderen Ernährungskonzepten belegt.

Das bedeutet nicht, dass SALOMED wissenschaftliche Erkenntnisse ablehnt oder ohne objektive Grundlage arbeitet. Die Blutuntersuchung erfolgt in medizinischen Laboren mit etablierten Laborverfahren. Die daraus abgeleitete Lebensmitteleinordnung ist jedoch ein erfahrungsmedizinisches Modell: Sie verbindet die gemessenen Werte mit persönlichen Angaben, Ernährungsgewohnheiten und der individuellen Interpretation durch Dr. Schimpf.

Warum die zwei Tage vor der Blutabnahme entscheidend sind

Vor der Blutabnahme essen die Teilnehmer zwei Tage lang bewusst reichhaltiger als gewöhnlich. Sie erhalten dafür keinen für alle identischen Speiseplan, sondern essen im Rahmen ihrer persönlichen Ernährung. So wird nicht eine künstliche Testmahlzeit betrachtet, sondern die individuelle Ernährungssituation, aus der später alltagstaugliche Empfehlungen entstehen sollen.

Persönliche Ernährung

Die Ernährungsphase orientiert sich an Lebensmitteln und Mahlzeiten, die im Alltag der jeweiligen Person tatsächlich vorkommen.

Objektive Laborwerte

Acht ausgewählte Werte werden anschließend mit herkömmlichen medizinischen Laborverfahren bestimmt.

Individuelle Einordnung

Die Empfehlung entsteht aus dem Gesamtbild und nicht aus einem einzelnen Wert oder einer automatischen Softwareauswertung.

Warum SALOMED nicht mit einem Glukosetoleranztest vergleichbar ist

Beim oralen Glukosetoleranztest nehmen alle untersuchten Personen unter festgelegten Bedingungen eine definierte Glukosemenge zu sich. Genau diese Standardisierung ermöglicht es, Messwerte zwischen Menschen und Untersuchungen unmittelbar zu vergleichen.

SALOMED stellt eine andere Frage. Die vorausgehende Ernährung ist bewusst individuell und besteht aus verschiedenen Mahlzeiten. Damit fehlt die einheitliche Testbelastung, die für die klassische Untersuchung einer isolierten Stoffwechselreaktion erforderlich wäre. Würde man allen Teilnehmern exakt dieselbe Nahrung geben, ließe sich diese standardisierte Belastung untersuchen – es wäre jedoch nicht mehr die persönliche Ernährungsphase, die zum SALOMED-Konzept gehört.

Die fehlende Standardisierung ist keine versteckte Schwäche, sondern die methodische Folge einer bewusst individuellen und alltagsnahen Ausgangssituation.

Was sich daraus ableiten lässt – und was nicht

Was SALOMED leisten soll

  • ausgewählte Laborwerte nach einer individuellen Ernährungsphase gemeinsam betrachten,
  • persönliche Angaben und Ernährungsgewohnheiten in die Einordnung einbeziehen,
  • 70 Lebensmittel in eine verständliche Grün-Gelb-Rot-Systematik übersetzen,
  • eine konkrete und im Alltag umsetzbare Orientierung geben.

Was daraus nicht folgt

  • kein wissenschaftlicher Nachweis der Reaktion auf ein einzelnes Lebensmittel,
  • keine Diagnose einer Allergie oder Lebensmittelunverträglichkeit,
  • kein Ersatz für medizinisch notwendige Diagnostik oder Behandlung,
  • keine Garantie für Gewichtsabnahme oder einen bestimmten Erfolg.

Bedeutet das, dass SALOMED gar nicht untersucht werden könnte?

Nein. Auch eine individualisierte Methode könnte wissenschaftlich untersucht werden – beispielsweise im Hinblick auf Umsetzbarkeit, Gewichtsverlauf, Veränderungen geeigneter Laborwerte oder den Vergleich mit einer allgemeinen Ernährungsberatung.

Solche Studien würden jedoch eine andere Frage beantworten als ein standardisierter Belastungstest. Sie könnten den praktischen Nutzen des gesamten SALOMED-Konzepts untersuchen, aber aus der individuellen zweitägigen Mischernährung weiterhin keine isolierte Wirkung einzelner Lebensmittel beweisen.

SALOMED behauptet deshalb weder, wissenschaftlich bewiesen zu sein, noch, wissenschaftlich grundsätzlich nicht untersuchbar zu sein. Die Methode wird klar als erfahrungsmedizinisch entwickelte Ernährungshilfe eingeordnet.

Welchen Wert ärztliche Erfahrung bei SALOMED hat

Wissenschaftliche Studien liefern Erkenntnisse für Gruppen von Menschen. Eine Ernährungsempfehlung muss zusätzlich zu einer konkreten Person, ihren Gewohnheiten und ihrem Alltag passen. An dieser Stelle kommt bei SALOMED die Erfahrung von Dr. Schimpf ins Spiel.

Seit der Entwicklung der Methode im Jahr 1994 wurden Laborwerte, Rückmeldungen und praktische Ernährungsfragen vieler Teilnehmer ausgewertet. Daraus entstand kein wissenschaftlicher Beweis, sondern ein über Jahrzehnte weiterentwickeltes Erfahrungsmodell. Sein Anspruch besteht darin, komplexe Informationen in eine verständliche und praktikable Lebensmittelauswahl zu übersetzen.

Dr. med. Stephan Schimpf
Persönliche Einordnung von Dr. med. Stephan Schimpf

Warum ich die Grenzen der Methode offen benenne

SALOMED entstand nicht als standardisierter Labortest, sondern aus der praktischen ernährungsmedizinischen Arbeit. Mich interessierte, wie sich Laborwerte, persönliche Ernährung und Alltag zu einer Empfehlung verbinden lassen, die ein Mensch auch tatsächlich umsetzen kann.

Ich stelle Erfahrung nicht als wissenschaftlichen Beweis dar. Umgekehrt halte ich praktische Erfahrung für wertvoll, wenn ihre Bedeutung und ihre Grenzen klar benannt werden. Genau diese Trennung gehört für mich zur Seriosität von SALOMED.

Häufige Fragen zu SALOMED und Wissenschaft

Ist SALOMED wissenschaftlich bewiesen?

Nein. Die SALOMED-Methode ist derzeit nicht durch kontrollierte Studien validiert. Sie ist eine erfahrungsmedizinisch entwickelte Ernährungsmethode, die medizinisch bestimmte Laborwerte mit persönlichen Angaben und individueller Interpretation verbindet.

Warum erhalten nicht alle Teilnehmer vor der Blutabnahme dieselben Lebensmittel?

Die zweitägige Ernährungsphase soll die persönliche Ernährungssituation einbeziehen. Ein für alle identischer Speiseplan würde eine standardisierte Testbelastung schaffen, aber die individuelle Ausgangssituation verändern, die zum SALOMED-Konzept gehört.

Warum kann die Wirkung einzelner Lebensmittel nicht nachgewiesen werden?

Während der zwei Tage werden verschiedene Mahlzeiten und Lebensmittel gegessen. Aus den anschließend bestimmten Laborwerten lässt sich deshalb nicht kausal ableiten, welches einzelne Lebensmittel welchen Wert beeinflusst hat.

Könnte man SALOMED trotzdem wissenschaftlich untersuchen?

Ja. Untersucht werden könnten beispielsweise Umsetzbarkeit, Gewichtsverlauf oder Veränderungen geeigneter Laborwerte. Das wäre eine Untersuchung des gesamten Ernährungskonzepts und kein standardisierter Nachweis der Wirkung einzelner Lebensmittel.

Ist SALOMED ein Test auf Lebensmittelunverträglichkeiten?

Nein. SALOMED diagnostiziert weder Lebensmittelallergien noch Unverträglichkeiten. Die Lebensmittelliste ist eine erfahrungsmedizinisch abgeleitete Orientierung für die persönliche Ernährung.

Weiterführende Informationen

Eine persönliche Ernährungsempfehlung mit klar benannten Grenzen

Informieren Sie sich über Ablauf, Laborwerte, Ergebnis und Kosten des SALOMED-Tests. So können Sie in Ruhe entscheiden, ob der erfahrungsmedizinische Ansatz zu Ihren Erwartungen passt.

Den SALOMED-Test kennenlernen