Der BMI: Was sagt der Body-Mass-Index wirklich aus?
Der BMI ist ein medizinischer Richtwert – hilfreich als grobe Orientierung, aber mit klaren Grenzen. Hier erfahren Sie, was er misst, wo er täuscht und wie Sie ihn sinnvoll nutzen. [1]
Der BMI kann Orientierung geben – aber er ersetzt keine Betrachtung von Körperzusammensetzung, Fettverteilung, Blutwerten und Alltag. Genau dort setzt SALOMED an.
Was genau misst der BMI – und ist er wirklich sinnvoll?
Der Body-Mass-Index (BMI) setzt Körpergewicht ins Verhältnis zur Körpergröße. Millionen Menschen nutzen ihn, um Untergewicht, Normalgewicht, Übergewicht oder Adipositas grob einzuordnen. Das ist als Startpunkt sinnvoll – solange man die Grenzen versteht. [1]
Der Ursprung des Body-Mass-Index
Der BMI wurde im 19. Jahrhundert vom belgischen Mathematiker Adolphe Quetelet entwickelt. Er sollte eine einfache Formel liefern, um das Verhältnis von Gewicht zu Größe zu standardisieren. [4]
Beispiel: 1,70 m und 78 kg ergeben einen BMI von 27,0 und liegen im WHO-System im Bereich „Übergewicht“. [1]
Die BMI-Klassifikation nach WHO
- Untergewicht: unter 18,5
- Normalgewicht: 18,5 bis 24,9
- Übergewicht: 25,0 bis 29,9
- Adipositas Grad I: 30,0 bis 34,9
- Adipositas Grad II: 35,0 bis 39,9
- Adipositas Grad III: ab 40
Diese Einteilung ist einfach und für die breite Masse geeignet – aber sie hat ihre Tücken, denn der BMI misst kein Fett. [1]
Die große Schwäche des BMI
Der BMI unterscheidet nicht zwischen Fett- und Muskelmasse. Wer sehr sportlich ist und viel Muskelmasse hat, kann laut BMI als übergewichtig gelten, obwohl der Körperfettanteil niedrig ist.
Beispiel: 1,80 m und 92 kg → BMI 28,4 („Übergewicht“). Bei sehr hohem Muskelanteil kann das metabolisch trotzdem unauffällig sein.
Warum der BMI trotzdem sinnvoll bleibt
Trotz seiner Schwächen liefert der BMI für viele Menschen eine grobe Orientierung. In der Praxis ist stark ausgeprägte Muskulatur eher die Ausnahme. Aussagekräftiger wird der BMI, wenn man ihn mit Blutwerten, Fettverteilung und Fitness zusammendenkt. [2] [3]
SALOMED: Mehr als nur ein BMI
Der BMI ist nur eine Zahl. Zwei Menschen mit identischem BMI können auf dieselbe Ernährung völlig unterschiedlich reagieren. Der SALOMED-Ansatz setzt deshalb auf objektive Marker nach echter Ernährung – damit Sie eine Strategie bekommen, die wirklich zu Ihrem Stoffwechsel passt.
Merksatz: BMI ist ein Startpunkt. Blutwerte und Alltag entscheiden über den Plan.
Themen im Überblick
Der BMI ist ein Anfang – Ihr Plan braucht mehr
Nutzen Sie den BMI als Orientierung. Wenn Sie wirklich verstehen wollen, was zu Ihnen passt, braucht es objektive Marker – und klare, alltagstaugliche Schritte.
Wissenschaft & Quellen
[1] WHO: Obesity and overweight (Faktenblatt). WHO
[2] Prospective Studies Collaboration. Body-mass index and cause-specific mortality in 900,000 adults. The Lancet 2009. PubMed
[3] Global BMI Mortality Collaboration. Body-mass index and all-cause mortality: individual-participant-data meta-analysis. The Lancet 2016. PubMed
[4] Hintergrund zum Quetelet Index / Ursprung des BMI. NCBI Bookshelf
[5] RKI: Übergewicht und Adipositas in Deutschland. RKI
Verantwortlich: Dr. Stephan Schimpf