Abnehmen bei Insulinresistenz: Warum es schwerfallen kann – und was wirklich hilft
Sie essen bewusster, bewegen sich mehr und hoffen, dass die Waage endlich weniger anzeigt. Aber es passiert kaum etwas. Könnte eine Insulinresistenz dahinterstecken? Und was können Sie bei Ihrer Ernährung verändern?
Kann man mit Insulinresistenz abnehmen?
Ja. Auch mit Insulinresistenz können Sie abnehmen. Entscheidend sind eine dauerhaft passende Ernährung, regelmäßige Bewegung und – wenn nötig – eine ärztliche Behandlung.
Bei einer Insulinresistenz reagieren bestimmte Körperzellen weniger empfindlich auf das Hormon Insulin. Die Bauchspeicheldrüse muss dann häufig mehr Insulin produzieren, um den Blutzucker zu regulieren.
Insulin beeinflusst auch die Speicherung und Freisetzung von Energie. Eine Insulinresistenz bedeutet aber nicht, dass Ihre Fettreserven dauerhaft verschlossen sind oder dass Sie trotz eines tatsächlichen Energiedefizits grundsätzlich nicht abnehmen können.
Häufig kommen mehrere Dinge zusammen: mehr Bauchfett, ungünstige Ernährungsgewohnheiten, wenig Bewegung, schlechter Schlaf oder ein veränderter Stoffwechsel.
Die gute Nachricht: Schon eine moderate Gewichtsabnahme kann die Insulinempfindlichkeit verbessern. Und dafür brauchen Sie weder eine radikale Diät noch ein Leben ohne Kohlenhydrate.
Sie wissen, dass Sie etwas ändern sollten. Aber was sollen Sie morgen essen?
Weniger Zucker. Weniger Brot. Mehr Eiweiß. Keine späten Mahlzeiten. Wer nach Ernährungstipps bei Insulinresistenz sucht, bekommt schnell eine lange Liste von Regeln.
Doch irgendwann steht man wieder vor dem Kühlschrank und fragt sich: Was davon ist für mich im Alltag überhaupt sinnvoll?
Hier setzt SALOMED an.
Beim SALOMED-Test werden acht Blutwerte berücksichtigt – darunter Glukose, HbA1c, Triglyceride und weitere Stoffwechselwerte. Dr. med. Stephan Schimpf wertet die Ergebnisse zusammen mit Ihren persönlichen Angaben aus.
Anschließend erhalten Sie eine persönliche Ernährungsauswertung mit 70 Lebensmitteln in einem übersichtlichen Ampelsystem: Grün, Gelb und Rot.
SALOMED bietet damit eine individuelle Orientierung für Ihre Lebensmittelauswahl. Die Zuordnung erfolgt nach dem SALOMED-Verfahren; sie ist keine wissenschaftlich gesicherte Vorhersage Ihrer persönlichen Blutzuckerreaktion.
Wichtig: SALOMED diagnostiziert keine Insulinresistenz und ersetzt keine ärztliche Untersuchung. Der Test soll Ihnen helfen, Ihre Ernährung nach einem persönlichen Konzept zu gestalten.
Nicht noch eine Diät anfangen. Sondern endlich einen konkreten Plan für den nächsten Einkauf haben.
Warum nehme ich trotz Insulinresistenz und gesunder Ernährung nicht ab?
Vielleicht kennen Sie diese Situation: Sie lassen Süßigkeiten weg, essen kleinere Portionen und gehen öfter spazieren. Anfangs verändert sich etwas. Dann bleibt das Gewicht stehen.
Das ist frustrierend. Besonders dann, wenn andere scheinbar mühelos abnehmen.
Aber ein Gewichtsstillstand beweist noch keine Insulinresistenz. Er kann viele Ursachen haben. Manchmal ist die tatsächliche Energieaufnahme höher als gedacht. Manchmal sinkt die Bewegung im Alltag unbemerkt. Auch Medikamente, Schlafprobleme oder hormonelle Erkrankungen können eine Rolle spielen.
Bei einer bestehenden Insulinresistenz lohnt es sich besonders, die gesamte Stoffwechselsituation zu berücksichtigen.
Die Lösung besteht meist nicht darin, immer weniger zu essen. Sinnvoller ist eine Ernährungsweise, die gut sättigt, ausreichend Nährstoffe liefert und sich dauerhaft umsetzen lässt.
Was passiert bei einer Insulinresistenz im Körper?
Stellen Sie sich Insulin als einen Boten vor. Nach einer Mahlzeit hilft es Ihrem Körper, Zucker aus dem Blut aufzunehmen und als Energie zu verwenden oder zu speichern.
Bei einer Insulinresistenz reagieren insbesondere Muskel-, Fett- und Leberzellen weniger gut auf dieses Signal.
Anfangs kann die Bauchspeicheldrüse das häufig ausgleichen, indem sie mehr Insulin ausschüttet. Deshalb kann der Blutzucker zunächst noch unauffällig sein.
Wenn dieser Ausgleich nicht mehr ausreicht, können die Blutzuckerwerte ansteigen. Langfristig erhöht eine Insulinresistenz das Risiko für Typ-2-Diabetes.
Sie ist aber keine automatische Erklärung für jedes zusätzliche Kilo und jeden Heißhungeranfall.
Woran kann man eine Insulinresistenz erkennen?
Das Schwierige ist: Eine Insulinresistenz verursacht häufig lange Zeit keine eindeutigen Beschwerden.
Bestimmte Befunde können jedoch Anlass geben, genauer hinzusehen:
Mehr Fett am Bauch
Besonders inneres Bauchfett ist häufig mit einer verminderten Insulinempfindlichkeit verbunden. Der Bauchumfang allein stellt aber keine Diagnose dar.
Auffällige Blutwerte
Erhöhter Blutzucker, HbA1c oder Triglyceride können auf eine ungünstige Stoffwechselsituation hinweisen.
Weitere Risikofaktoren
Bluthochdruck, Bewegungsmangel, familiäre Diabetesbelastung oder eine Fettleber können mit Insulinresistenz zusammenhängen.
Müdigkeit nach dem Essen oder Heißhunger können vorkommen, sind aber unspezifisch. Aus solchen Beschwerden allein lässt sich keine Insulinresistenz feststellen.
Was sollte man bei Insulinresistenz essen, wenn man abnehmen möchte?
Die Ernährung muss nicht kompliziert sein. Sie sollte vor allem satt machen, alltagstauglich sein und helfen, langfristig eine angemessene Energiemenge aufzunehmen.
Drei Dinge sind besonders hilfreich:
Mehr Ballaststoffe
Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte unterstützen die Sättigung und können günstig auf die Blutzuckerregulation wirken.
Eiweiß bewusst einplanen
Ausreichend Eiweiß hilft, während einer Gewichtsabnahme die Muskulatur zu erhalten, und kann länger satt machen.
Kohlenhydrate klug auswählen
Sie müssen Brot, Reis oder Kartoffeln nicht grundsätzlich streichen. Menge, Qualität und die Kombination mit anderen Lebensmitteln sind entscheidend.
Auch regelmäßige Bewegung ist wichtig. Besonders Krafttraining und Ausdauerbewegung können die Insulinempfindlichkeit verbessern.
Und noch etwas: Sie müssen nicht jeden Tag perfekt essen. Eine gute Ernährungsweise funktioniert auch an Tagen, an denen wenig Zeit bleibt.
Muss man bei Insulinresistenz auf Kohlenhydrate verzichten?
Nein. Eine kohlenhydratfreie Ernährung ist nicht notwendig.
Manche Menschen kommen mit einer kohlenhydratreduzierten Ernährung gut zurecht. Andere bevorzugen eine mediterrane Ernährung mit Gemüse, Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten, Fisch und Olivenöl.
Beide Wege können sinnvoll sein. Entscheidend ist, ob die Ernährung zu Ihrem Gesundheitszustand passt und sich dauerhaft einhalten lässt.
Wer Diabetesmedikamente einnimmt, sollte größere Ernährungsumstellungen mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt abstimmen. Bei bestimmten Medikamenten können Unterzuckerungen auftreten.
Welche Blutwerte sind bei Insulinresistenz wichtig?
Ein einzelner Wert erzählt selten die ganze Geschichte. Für die medizinische Beurteilung werden unter anderem Blutzucker, HbA1c, Blutfette, Blutdruck, Bauchumfang und persönliche Risikofaktoren berücksichtigt.
Blutzucker
Zeigt die Glukosekonzentration zum Messzeitpunkt. Für die Diabetesdiagnostik gelten standardisierte Untersuchungsbedingungen.
HbA1c
Gibt Hinweise auf die durchschnittliche Blutzuckerbelastung der vergangenen ungefähr zwei bis drei Monate.
Triglyceride
Erhöhte Werte können zusammen mit anderen Befunden auf ein ungünstiges Stoffwechselprofil hinweisen.
Eine Insulinresistenz lässt sich nicht allein anhand dieser drei Werte sicher feststellen. Je nach Situation können weitere Untersuchungen erforderlich sein.
Beim SALOMED-Test werden acht Werte erfasst: Glukose, HbA1c, Gesamtcholesterin, LDL-Cholesterin, Triglyceride, Harnsäure, Gamma-GT und Gesamteiweiß.
Der Insulinspiegel selbst wird beim SALOMED-Test nicht gemessen. Auch die besondere Vorbereitung mit zwei Tagen reichhaltiger Ernährung und einer nicht nüchternen Blutabnahme ist nicht mit einer standardisierten Diabetesdiagnostik gleichzusetzen.
Weniger rätseln. Bewusster einkaufen. Persönlicher essen.
Wer abnehmen möchte, hat oft schon viele Ernährungstipps ausprobiert. Die eigentliche Herausforderung beginnt aber meist erst im Alltag.
Was frühstücke ich? Was koche ich am Abend? Welche Lebensmittel wähle ich häufiger, welche seltener?
SALOMED möchte Ihnen genau bei diesen Entscheidungen Orientierung geben.
Nach Ihrer Blutabnahme und der persönlichen Auswertung erhalten Sie eine übersichtliche Liste mit 70 Lebensmitteln und ergänzenden Empfehlungen nach dem SALOMED-Konzept.
Sie können die Blutabnahme in einem Labor Ihrer Wahl durchführen lassen. Nach Eingang der vollständigen Unterlagen erhalten Sie Ihre Auswertung in der Regel innerhalb von zwei Arbeitstagen.
Ihr Alltag braucht keine weitere komplizierte Diät. Er braucht Entscheidungen, die Sie tatsächlich umsetzen können.
Dr. med. Stephan Schimpf
Dr. Stephan Schimpf beschäftigt sich seit mehr als 35 Jahren mit Ernährungsmedizin. Er entwickelte das SALOMED-Konzept im Jahr 1994.
Als medizinischer Leiter von SALOMED wertet er die eingereichten Tests persönlich aus. Im Mittelpunkt steht eine verständliche und alltagstaugliche Ernährungsorientierung.
Häufige Fragen zum Abnehmen bei Insulinresistenz
Kann man mit Insulinresistenz überhaupt abnehmen?
Ja. Auch bei Insulinresistenz ist Gewichtsabnahme möglich. Eine langfristig passende Ernährung, Bewegung und gegebenenfalls medizinische Behandlung können dabei helfen.
Warum habe ich trotz gesunder Ernährung Bauchfett?
Bauchfett hängt von mehreren Faktoren ab, darunter Energieaufnahme, Bewegung, Alter, Veranlagung und Stoffwechselgesundheit. Insulinresistenz kann damit verbunden sein, ist aber nicht die einzige mögliche Ursache.
Was sollte man bei Insulinresistenz zum Frühstück essen?
Eine Kombination aus Eiweiß, Ballaststoffen und einer angemessenen Menge Kohlenhydraten kann sinnvoll sein. Beispiele sind Naturjoghurt mit Haferflocken oder Vollkornbrot mit Ei und Gemüse.
Wie schnell kann sich eine Insulinresistenz verbessern?
Bewegung und Ernährungsumstellungen können die Insulinempfindlichkeit bereits innerhalb von Wochen günstig beeinflussen. Wie stark und wie dauerhaft, ist individuell unterschiedlich.
Muss ich bei Insulinresistenz auf Brot und Nudeln verzichten?
Nein. Häufig sind die Portionsgröße, die Auswahl ballaststoffreicher Varianten und die gesamte Mahlzeitenzusammensetzung wichtiger als ein vollständiger Verzicht.
Kann SALOMED eine Insulinresistenz feststellen?
Nein. SALOMED ist ein Verfahren zur persönlichen Ernährungsorientierung und keine Untersuchung zur Diagnose einer Insulinresistenz. Bei Verdacht ist eine ärztliche Abklärung erforderlich.
Weitere Themen, die Ihnen helfen können
Sie müssen nicht noch mehr Diätregeln sammeln.
Was zählt, ist eine Ernährung, mit der Sie im Alltag zurechtkommen. SALOMED bietet Ihnen eine persönliche Lebensmittelauswertung nach dem SALOMED-Konzept – mit 70 Lebensmitteln und der Auswertung durch Dr. med. Stephan Schimpf.