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Herzinfarkt & Energie – Warnsignale, Abnehmen & Ernährung | SALOMED

Herzinfarkt & Energie – Ihr Herz entlasten, Kraft zurückgewinnen

Ein Herzinfarkt raubt Energie – körperlich und seelisch. Entscheidend ist, wie Sie danach weitermachen: mit Ernährung, Gewichtsreduktion und Routinen, die Ihr Herz wirklich entlasten.

Symbolbild: Mann hält sich an die Brust – Herzinfarkt, Energieverlust und Nachsorge
Nach dem Herzinfarkt zurück ins Leben

Weniger Druck aufs Herz, mehr Stabilität im Alltag: Mit gezielter Gewichtsreduktion, kluger Ernährung und einem Stoffwechsel, der zu Ihnen passt.

1. Herzinfarkt & Energie – was im Körper wirklich passiert

Ein Herzinfarkt (Myokardinfarkt) entsteht, wenn ein Herzkranzgefäß verengt oder verschlossen wird und der Herzmuskel zu wenig Sauerstoff erhält. Ein Teil des Gewebes geht zugrunde, die Pumpkraft kann dauerhaft eingeschränkt sein. [1]

Für Ihren Alltag bedeutet das: Ihr Herz muss mit weniger Reserve dieselbe Arbeit leisten wie zuvor. Typische Folgen:

  • Schnelle Erschöpfung schon bei Treppensteigen oder Alltagstätigkeiten.
  • Luftnot bei Belastung, manchmal auch in Ruhe.
  • Sinkende Stress-Resistenz – schon kleine Aufregungen fühlen sich anstrengend an.
  • Deutlich reduziertes Energieniveau im Tagesverlauf.

Genau deshalb spielt Energie im Alltag nach einem Herzinfarkt eine zentrale Rolle. Es geht nicht darum, „einfach wieder zu funktionieren“, sondern darum, Ihr Herz langfristig zu entlasten – metabolisch, über das Gewicht und über Ihre tägliche Routine.

2. Warum jedes Kilo zählt – Gewicht, Herzinfarkt & Energie

Übergewicht – insbesondere viszerales Bauchfett – ist einer der wichtigsten Risikofaktoren für Herzinfarkt und Folgeereignisse. Es erhöht Blutdruck, Blutzucker, Blutfettwerte und fördert stille Entzündungen im Körper. Nach einem Herzinfarkt wirken diese Faktoren weiter – es sei denn, Sie ändern etwas daran. [1][2]

Schon eine moderate Gewichtsreduktion von 5–10 % des Ausgangsgewichts kann sich bemerkbar auswirken:

Vorteil Wirkung auf Herz & Energie
Entlastung des Herzens Weniger Körpermasse, die versorgt werden muss – jede Belastung fühlt sich leichter an.
Blutdrucksenkung Weniger Druck in den Gefäßen bedeutet weniger Widerstand bei jedem Herzschlag.
Bessere Blutfettwerte Weniger LDL, weniger Triglyzeride, mehr HDL – günstigeres Milieu für Gefäße und Herzkranzarterien.
Reduktion von Entzündungen Rückgang viszeralen Bauchfetts senkt entzündungsfördernde Botenstoffe – wichtig für Gefäße & Herzmuskel.
Mehr alltagstaugliche Energie Weniger Überlastung bei einfachen Tätigkeiten, bessere Erholung nachts, weniger „Energielücken“ am Tag.

Studien zeigen, dass eine Kombination aus Gewichtsreduktion, herzgesunder Ernährung und Bewegung die Prognose nach Herzinfarkt deutlich verbessern kann – einschließlich der Energie im Alltag. [2][3]

3. Abnehmen nach Herzinfarkt – der Blick aus der Praxis

Experteneinschätzung von Dr. med. Stephan Schimpf (SALOMED):

Warum ist Abnehmen nach Herzinfarkt so entscheidend?

„Übergewicht belastet das Herz doppelt: mechanisch durch das zusätzliche Gewicht – und metabolisch über entzündungsaktive Fettdepots und ungünstige Blutfett- und Zuckerwerte. Wenn wir gezielt Gewicht reduzieren, sinken Blutdruck und Blutfette, das Herz arbeitet ruhiger und die Reserven für den Alltag wachsen wieder.“

Wie viel Gewicht sollte man realistischerweise anstreben?

„Schon 5–10 % weniger machen einen messbaren Unterschied. Entscheidend ist nicht die Idealfigur, sondern eine ruhigere Herzarbeit, bessere Gefäßwerte und mehr subjektive Energie. Crash-Diäten sind fehl am Platz – es braucht einen langsamen, sicheren, ärztlich begleiteten Weg.“

Was ist der erste sinnvolle Schritt?

„Zuerst sollte klar sein, wie Ihr Stoffwechsel heute funktioniert. Genau hier setzt der SALOMED-Test an: Er zeigt, wie Ihr System auf verschiedene Lebensmittel reagiert – inklusive Entzündungsmarker und Stoffwechselparameter. Auf dieser Basis planen wir Ernährung und Gewichtsreduktion so, dass Sie Ihr Herz entlasten, ohne sich zu überfordern.“

Was ist Ihr wichtigster Rat für Betroffene?

„Fangen Sie an – Schritt für Schritt und immer in Absprache mit Ihrer Kardiologin oder Ihrem Kardiologen. Es geht nicht um Perfektion, sondern darum, Belastung vom Herzen zu nehmen und Energie zurückzugewinnen. Ein gut verstandener Stoffwechsel ist dabei oft der Schlüssel.“

4. Ernährung nach Herzinfarkt – Energie schonen, Gefäße schützen

Nach einem Herzinfarkt empfehlen Leitlinien eine herzgesunde Ernährungsweise, häufig in Form einer mediterran geprägten Kost: viel Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkorn, Fisch, wertvolle Öle, wenig Zucker und industriell verarbeitete Produkte. [3][4]

Hilfreiche Grundprinzipien:

  • Gemüse & Hülsenfrüchte als Basis jeder Mahlzeit – Ballaststoffe, Vitamine, Antioxidantien.
  • Hochwertige Fette (z. B. Olivenöl, Nüsse, Leinsamen) statt Transfetten und Frittiertem.
  • Vollkornprodukte statt Weißmehl – stabilere Blutzucker- und Energieverläufe.
  • Wenig Zucker & Süßgetränke – weniger „Energie-Hoch & Absturz“-Muster.
  • Moderater Alkoholkonsum oder Verzicht, insbesondere in der frühen Reha-Phase.

Studien wie die Lyon Diet Heart Study zeigen, dass eine mediterran orientierte Ernährung nach Herzinfarkt das Risiko für erneute Ereignisse deutlich senken kann – und gleichzeitig oft als energiestabil und alltagstauglich erlebt wird. [3][4]

Der Unterschied zu Pauschalempfehlungen: Mit dem SALOMED-Test sehen Sie, welche Lebensmittel Ihr persönlicher Stoffwechsel gut nutzt – und welche eher Müdigkeit, Blähungen oder Blutzuckerspitzen verursachen. So wird Ernährungsumstellung nach Herzinfarkt konkreter und weniger anstrengend.

5. Bewegung & Reha – wie Sie Energie sicher zurückgewinnen

Nach einem Herzinfarkt ist kardiologische Rehabilitation eine der wichtigsten Maßnahmen, um Prognose, Belastbarkeit und Lebensqualität zu verbessern. Bewegungsprogramme unter fachlicher Aufsicht senken nachweislich das Risiko für weitere Ereignisse und erhöhen die Leistungsfähigkeit. [1][2]

Typische Bausteine (immer in Rücksprache mit Kardiologie / Reha-Team):

  • Behutsamer Einstieg mit kurzen, überwachten Belastungen (z. B. Gehen, leichtes Ergometer-Training).
  • Regelmäßige Bewegung im aeroben Bereich – lieber häufig und moderat als selten und extrem.
  • Leichtes Krafttraining zur Stabilisierung von Muskulatur und Gelenken.
  • Achtsamer Umgang mit Erschöpfung: Pausen einplanen, Warnsignale ernst nehmen.

Mehr Aktivität bedeutet nach einem Herzinfarkt nicht, dass Sie „funktionieren müssen“ – sondern, dass Sie Ihrem Herz-Kreislauf-System helfen, Reserven neu aufzubauen. Ernährung, Gewichtsreduktion und Bewegung wirken hier zusammen.

6. Der SALOMED-Ansatz – Energie, Herz & Stoffwechsel zusammen denken

Nach einem Herzinfarkt prallen viele Empfehlungen aufeinander: weniger Fett, mehr Vollkorn, viel Bewegung, weniger Stress, „am besten abnehmen“ – und gleichzeitig sollen Sie sich nicht überfordern. Ohne klare Prioritäten wird das schnell anstrengend und kostet Energie.

Der SALOMED-Test setzt an einer anderen Stelle an: bei Ihren Blutwerten und Ihrem individuellen Stoffwechsel. Über eine standardisierte Ernährungsprovokation und eine Laboranalyse sehen wir:

  • welche Lebensmittel Ihren Stoffwechsel stabilisieren – und welche eher Stress erzeugen,
  • wo Entzündungsprozesse und Belastungen für Gefäße & Herzmuskel liegen,
  • wie Sie Gewichtsreduktion so gestalten, dass Energie und Herzbelastung gleichzeitig profitieren.

Daraus entsteht ein individueller Ernährungsplan mit Ampelsystem (grün/gelb/rot für rund 70 Lebensmittel), ergänzt durch Empfehlungen zu Timing, Portionsgrößen und Alltagssituationen. Ziel ist nicht die „perfekte Diät“, sondern ein Weg, wie Sie nach Herzinfarkt:

  • Ihr Herz entlasten,
  • Ihren Stoffwechsel beruhigen,
  • und alltagstaugliche Energie zurückgewinnen.

Wichtig: SALOMED ersetzt keine kardiologische Behandlung oder Reha, sondern ergänzt sie – in Abstimmung mit Ihrem Behandlungsteam.

Themen im Überblick

Nach Herzinfarkt: Energie zurückgewinnen – mit Analyse statt Zufall

Der SALOMED-Test zeigt, wie Ihr Stoffwechsel heute arbeitet – und welche Ernährung Ihr Herz entlastet, Gewicht reduziert und Energie im Alltag stabilisiert. So wird Nachsorge planbarer und weniger belastend.

Wissenschaft & Quellen

[1] Byrne RA et al. 2023 ESC Guidelines for the management of acute coronary syndromes. Eur Heart J. 2023;44(38):3720–3826. PubMed.

[2] Piepoli MF et al. Secondary prevention through cardiac rehabilitation: physical activity and exercise training. Eur Heart J. 2010;31(16):1967–1974. PubMed.

[3] de Lorgeril M et al. Mediterranean alpha-linolenic acid-rich diet in secondary prevention after myocardial infarction. Lancet. 1994;343(8911):1454–1459. PubMed.

[4] Rees K et al. Mediterranean-style diet for the primary and secondary prevention of cardiovascular disease. Cochrane Database Syst Rev. 2019;3(3):CD009825. PubMed.

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