Blutfette & Stoffwechsel – mehr als nur Cholesterin
Blutfette gehören zu den am häufigsten bestimmten Laborwerten. Sie sind ein Spiegel des gesamten Stoffwechselmilieus – und eng mit Blutzucker, Leber und Entzündung verknüpft.
Cholesterin & Triglyzeride sind nur dann sinnvoll, wenn man sie im Kontext Ihres Stoffwechsels versteht.
Welche Blutfette werden gemessen?
Üblicherweise werden folgende Parameter bestimmt:
- Gesamtcholesterin: Summe aller Cholesterinfraktionen.
- LDL-Cholesterin: wird vereinfacht als „schlechtes“ Cholesterin bezeichnet.
- HDL-Cholesterin: gilt als „schützende“ Fraktion.
- Triglyzeride: Fetttransportform, die stark mit Ernährung und Leberfunktion zusammenhängt.
Wichtig ist nicht nur der Einzelwert, sondern das Muster: Wie verhalten sich LDL, HDL und Triglyzeride zueinander, und in welchem Kontext stehen sie zu Blutzucker und Leberwerten? [1]
Blutfette im Zusammenhang mit Gewicht & Energie
Dauerhaft erhöhte Triglyzeride und ungünstige Cholesterinmuster sind häufig Ausdruck eines überlasteten Energie- und Zuckerstoffwechsels. Typische Begleitfaktoren:
- Bauchbetontes Übergewicht,
- Insulinresistenz und Blutzuckerschwankungen,
- erhöhte Leberwerte bis hin zur Fettleber,
- stille Entzündungsprozesse.
Deshalb ist es wenig sinnvoll, nur „Fett zu reduzieren“, ohne den Gesamtstoffwechsel zu betrachten.
Welche Rolle spielt die Ernährung wirklich?
Lange Zeit stand vor allem Cholesterin aus der Nahrung im Fokus. Heute weiß man:
- Zucker und schnell verfügbare Kohlenhydrate können Triglyzeride und Fettleber stärker beeinflussen als viele Fette.
- Die Qualität der Fette (z. B. Omega-3 vs. stark verarbeitete Fette) ist wichtiger als die absolute Menge.
- Individuelle Verträglichkeit und Stoffwechselmuster entscheiden, welche Ernährungsweise günstig ist.
Pauschale Verbote („nie Eier“, „kein Fett“) helfen selten weiter. Entscheidend ist, welche Lebensmittel in Ihrem Stoffwechsel zu stabilen Blutwerten führen. [2]
Blutfette im Kontext – wie der SALOMED-Test vorgeht
Der SALOMED-Test betrachtet Blutfette nie isoliert. Sie werden gemeinsam mit Blutzucker, Leberwerten, Entzündungsmarkern und weiteren Parametern analysiert.
So zeigt sich, ob erhöhte Blutfette vor allem durch Ernährung, Leberbelastung, Zuckerstoffwechsel oder andere Faktoren getrieben sind. Auf dieser Basis lässt sich eine Ernährung empfehlen, die Ihren Stoffwechsel entlastet – ohne unnötige Verbote.
Ergänzend lohnt sich ein Blick auf die Seite Gesunde Fette – welche Öle Ihr Stoffwechsel wirklich braucht.
Themen im Überblick
Blutfette als Wegweiser – nicht nur als Risiko
Auffällige Cholesterin- oder Triglyzeridwerte sind ein Signal, genauer hinzusehen. Zusammen mit anderen Blutwerten können sie zeigen, welcher Ernährungsstil zu Ihrem Stoffwechsel passt – und welcher ihn ausbremst.
Wissenschaft & Quellen
[1] Leitlinien zu Fettstoffwechselstörungen und kardiovaskulärem Risiko. Zugriff über PubMed.
[2] Studien zu Ernährungsmustern, Triglyzeriden und Fettleber. Zugriff über PubMed.
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