Insulin & Blutzucker – wie Ihr Körper Energie steuert
Blutzucker und Insulin bestimmen, wie stabil Sie sich über den Tag fühlen: wach, klar und konzentriert – oder müde, gereizt und hungrig. An Ihren Blutwerten lässt sich erkennen, ob Ihr Stoffwechsel mit dem aktuellen Ernährungsstil gut zurechtkommt oder bereits überfordert ist.
Wir betrachten Blutzucker und Insulin nicht isoliert, sondern im Muster Ihrer Blutwerte – nach bewusster „Provokation“. So sehen wir, wie Ihr Körper mit Kohlenhydraten wirklich umgeht.
Was passiert, wenn wir Kohlenhydrate essen?
Kohlenhydrate werden im Darm zu Zuckerbausteinen abgebaut und gelangen über den Blutkreislauf zu den Zellen. Steigt der Blutzucker an, schüttet die Bauchspeicheldrüse Insulin aus. Insulin wirkt wie ein Schlüssel: Es öffnet die Zellen, damit Zucker hinein gelangen und als Energie genutzt oder als Reserve gespeichert werden kann.
Idealerweise verläuft dieser Prozess ruhig: Der Blutzucker steigt moderat an, Insulin wird in angemessener Menge ausgeschüttet und die Werte sinken danach wieder in den Normalbereich. Dann fühlen wir uns gleichmäßig wach und ausgeglichen.
Wenn Insulin aus dem Gleichgewicht gerät
Häufige, stark zucker- oder stärkereiche Mahlzeiten können dazu führen, dass der Körper immer mehr Insulin produzieren muss, um den Blutzucker in den Griff zu bekommen. Mit der Zeit reagieren die Zellen weniger empfindlich – man spricht von Insulinresistenz. [1] Die Folge sind:
- starke Blutzuckerschwankungen mit Müdigkeit und Heißhunger
- Einlagerung von Fett, insbesondere im Bauchbereich
- erhöhtes Risiko für Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Viele Menschen spüren diese Prozesse im Alltag – etwa durch Leistungsknicke nach dem Essen –, ohne dass die Standard-Laborwerte bereits deutlich außerhalb der Norm liegen.
Wichtige Blutwerte für Insulin & Blutzucker
Für die Beurteilung des Zuckerstoffwechsels werden meist mehrere Werte kombiniert betrachtet:
- Nüchtern-Glukose: zeigt, wie hoch der Blutzucker nach einer Fastenphase ist.
- Insulin: gibt Hinweise darauf, wie stark die Bauchspeicheldrüse arbeiten muss.
- HbA1c: spiegelt die mittlere Blutzuckersituation der letzten Wochen wider.
- Triglyzeride und Leberwerte: geben zusätzliche Hinweise auf den Energiestoffwechsel.
Erst das Zusammenspiel dieser Parameter zeigt, ob der Körper Energie ruhig verarbeiten kann oder bereits an der Grenze arbeitet. [2]
Was Ihre Ernährung damit zu tun hat
Nicht jede Kohlenhydratquelle wirkt gleich. Ballaststoffe, Eiweiß und Fett verlangsamen die Aufnahme von Zucker und können Blutzuckerspitzen abmildern. Gleichzeitig reagiert jeder Stoffwechsel unterschiedlich auf bestimmte Lebensmittel: Was bei einem Menschen gut funktioniert, kann beim nächsten zu Müdigkeit oder Gewichtszunahme führen.
Genau hier setzt der SALOMED-Test an: Er zeigt anhand Ihrer Blutwerte, wie Ihr Stoffwechsel in den letzten Jahren mit Ihrer Ernährung zurechtgekommen ist – und welche Anpassungen sinnvoll sind, um Blutzucker und Insulin zu entlasten.
Wie der SALOMED-Test Insulin & Blutzucker sichtbar macht
Beim SALOMED-Test werden gezielt die Blutwerte analysiert, die etwas über Ihren individuellen Energie- und Zuckerstoffwechsel aussagen. Statt nur einzelne Grenzwerte mit „normal“ oder „nicht normal“ zu bewerten, wird das Muster der Werte betrachtet.
Daraus entsteht Ihre persönliche Ernährungsempfehlung – mit Lebensmitteln, die Ihren Blutzucker stabil halten und Ihr Insulinsystem entlasten. Ziel ist nicht Verzicht, sondern ein Essalltag, der Ruhe in den Stoffwechsel bringt.
Mehr zur Verbindung von Blutanalyse und Ernährung finden Sie auf der Seite Blutanalyse & Ernährung.
Themen im Überblick
Blutzucker verstehen statt nur „Zucker zu vermeiden“
Wenn Sie das Gefühl haben, dass Müdigkeit, Gewichtsentwicklung oder Heißhunger nicht zu Ihrem Lebensstil passen, lohnt sich ein genauer Blick auf Insulin und Blutzucker. Der SALOMED-Test verbindet Ihre Blutwerte mit einer alltagstauglichen Ernährungsempfehlung.
Wissenschaft & Quellen
[1] Übersicht zu Insulinresistenz und Typ-2-Diabetes. Zugriff über PubMed.
[2] Leitlinien zur Diagnostik von Störungen des Glukosestoffwechsels. Zugriff über PubMed.
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